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Ausgewählte St.-Peter-Literatur

Hier finden Sie eine kommentierte Auswahl wichtiger Aufsätze und Monographien zur Planungs- und Baugeschichte St. Peters. Einige der Titel/Aufsätze finden Sie auch in meinem kleinen Buch-Shop

Gesamtdarstellungen & Sammelbände zur Baugeschichte St. Peters

Kunibert Bering Kunibert Bering, Die Peterskirche in Rom: Architektur und Baupropaganda, Weimar 2003
Eine kleine, abgeschlossene Baumonographie über St. Peter von den Anfängen bis heute, die versucht, den Bau in den jeweiligen historischen und urbanen Kontext zu stellen.

Horst Bredekamp, Sankt Peter in Rom und das Prinzip der produktiven Zerstörung: Bau und Abbau von Bramante bis Bernini, Berlin 2000 (2. Auflage Berlin 2008)
Horst Bredekamp behandelt die gesamte Entstehungsgeschichte von Bramante bis hin zu Berninis Kolonnaden. Bredekamp macht als Leitmotiv der Planungen ein Prinzip der produktiven Zerstörung aus. Vgl auch die Rezensionen von Ulrich Fürst und Golo Maurer.

Jean Guillaume (Hrsg.), L’Eglise dans l’Architecture de la Renaissance, Paris 1996
Tagungsband: Die Beiträge von Burns, Günther, Hubert und Thoenes beschäftigen sich mit St. Peter.

Constantin A. Jovanovits, Forschungen über den Bau der Peterskirche zu Rom, Wien 1877
Historische Monographie über den Neubau der Peterskirche von 1877 mit Zuschreibung zentraler Pläne an Peruzzi.

Georg Satzinger/Sebastian Schütze (Hrsg.), St. Peter in Rom 1506-2006. Akten der internationalen Tagung 22.-25. Februar 2006 in Bonn, München 2008
Umfangreicher Tagungsband mit Fachbeiträgen zu diversen Themen der Baugeschichte, Ausstattung und Wirkung Neu-St. Peters. Enthalten sind Beiträge zu Bramante von Frommel, Hubert, Niebaum, Satzinger und Thoenes, die sich teilweise erheblich widersprechen. Vgl auch die Rezension von Olaf Klodt.

Gianfranco Spagnesi (Hrsg.), L’Architettura di Basilica di San Pietro: Storia e Costruzione, Rom 1997
Sammelband mit Beiträgen zu vielen Aspekten der Bau- und Ausstattungsgeschichte St. Peters.

Cristiano Tessari (Hrsg.), San Pietro che non c’è : da Bramante a Sangallo il Giovane, Mailand 1996
Sammelband mit – zum Teil älteren – Beiträgen zur Baugeschichte von St. Peter von Bruschi, Frommel, Thoenes und Wolff Metternich.

Christof Thoenes, Opus Incertum: Italienische Studien aus drei Jahrzehnten, München/Berlin 2002
Gesammelte Schriften von Christof Thoenes mit wichtigen Beiträgen zur Planungs- und Baugeschichte St. Peters. Vgl. auch die Rezension von Ewa-Maria Seng.

William Tronzo (Hrsg), St. Peter’s in the Vatican, Cambridge 2005
Englischsprachige Monographie mit Beiträgen von Fachleuten, die die gesamte Entstehung und Ausstattungsgeschichte St. Peters beleuchten. Besonders lesenswert: der Beitrag von Christof Thoenes über St. Peter in der Renaissance. Vgl. auch die Rezension von Georg Schelbert.

Einzelbeiträge zu Bramantes St.-Peter-Planungen

Christoph Luitpold Frommel, „Die Baugeschichte von St. Peter bis zu Paul III.“, in: Bernd Evers (Hrsg.), Architekturmodelle der Renaissance. Die Harmonie des Bauens von Alberti bis Michelangelo, Ausstellungskatalog Berlin 1995, S. 74-100, S. 314-351
Frommels Sicht der Dinge.

Christoph Luitpold Frommel, „San Pietro da Nicoló V al modello di Sangallo“, in: Fabbrica di San Pietro (Hrsg.), Petros Eni – Pietro é qui, Ausstellungskatalog, Vatikanstadt 2006, S. 31-39
Frommels Sicht der Dinge II.

Dagobert Frey, Bramantes St. Peter Entwurf und seine Apokryphen, Wien 1915
Untersuchung zu den frühen St.-Peter-Plänen, von denen zentrale Zeichnungen spätdatiert auf 1513/14 und Bramante abgeschrieben. Erste fundamentale Auseinandersetzung mit Geymüller 1875-80.

Heinrich von Geymüller, Die ursprünglichen Entwürfe für Sanct Peter in Rom, Text- und Tafelband, Wien, Paris 1875-1880
Immer noch ein Standardwerk: Geymüller legte mit der Wiederauffindung der Entwürfe in den Uffizien den Grundstein für die moderne St.-Peter-Forschung. Unverzichtbar ist der Tafelband, in dem die Pläne vorzüglich reproduziert sind.

Hubertus Günther, „‚Als wäre die Peterskirche mutwilllig in Flammen gesetzt‘. Zeitgenössische Kommentare zum Neubau der Peterskirche und ihre Maßstäbe“, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, 48, 1997, S. 67-112
Der Neubau der Peterskirche im Spiegel zeitgenössischer Kritik.

Hans W. Hubert, „Sankt Peter in der Renaissance“, in: Christina Strunck (Hrsg.), Rom: Meisterwerke der Baukunst von der Antike bis heute – Festgabe für Elisabeth Kieven, Petersberg 2007, S. 208-215
Kurze, sachliche Zusammenfassung der Planungs- und Baugeschichte in der Renaissance.

Olaf Klodt, Templi Petri Instauracio – Die Neubauentwürfe für St. Peter in Rom unter Papst Julius II. und Bramante (1505-1513), Ammersbek 1992
Untersuchung zu den Einzelplänen unter Bramante. These: Bramante plante einen „gerichteten Zentralbau“, das heißt, er wollte in den Zentralbau ein verkürztes Langhaus integrieren.

Olaf Klodt, „Bramantes Entwürfe für die Peterskirche in Rom. Die Metamorphose des Zentralbaus“, in: Olaf Klodt/Karen Michels/Thomas Röske/Dorothea Schröder (Hrsg.), Festschrift für Fritz Jakobs zum 60. Geburtstag, Münster 1996, S. 119-152
Präzisierung der Thesen von 1992 und Stellungnahme zum aktuellen Forschschungsstand.

Olaf Klodt, „Raffael oder Bramante? Kritische Anmerkungen zur St. Peter-Forschung“, in: Karen Buttler/Felix Krämer (Hrsg.), Jacobs-Weg. Auf den Spuren eines Kunsthistorikers, Weimar 2007, S. 73-86
Kritische Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands sowie Frühdatierung und Zuschreibung des Albertina-Grundrisses 237v an Bramante/Peruzzi.

Meg Licht, L’edificio a pianta centrale. Lo sviluppo del disegno architettonico nel Rinascimento, Auststellungskatalog, Florenz 1984
Katalog zur Entwicklung des Zentralbaus in den Architekturzeichnungen der Uffizien, in dem Meg Licht auch ausführlich Bramantes St. Peter behandelt und neue Thesen entwickelt.

Meg Licht, „I Ragionamenti – Visualizing St. Peter’s“, in: Journal of the Society of Architectural Historians, XLIV, 1985, S. 111-128
Abweichende aber bedenkenswerte Thesen: Frühdatierung etlicher Zeichnungen und Zuschreibungen an Peruzzi.

Jens Niebaum, „Bramante und der Neubau von St. Peter. Die Planungen vor dem Ausführungsprojekt“, in: Römisches Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana, Band 34, 2001/2002, S. 89-184
Wichtige Publikation mit akribischer Abhandlung der Zeichnungen der ersten Planungsphase mit teilweise neuen Ergebnissen.

Georg Satzinger, „Die Baugeschichte von Neu-St. Peter“, in: Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH (Hrsg.), Barock im Vatikan: Kunst und Kultur im Rom der Päpste II 1572-1676, Ausstellungskatalog, Bonn 2005, S. 45-74
Leicht verständliche Einführung in die Planungs- und Baugeschichte von Georg Satzinger.

John Shearman, „On the Master-Model for the New Saint Peter’s, 1506-21“, in: Hannah Bader/Ulrike Müller Hofstede/Kristine Patz/Nicola Suthor (Hrsg.), Ars et scriptura. Festschrift für Rudolf Preimesberger zum 65. Geburtstag, Berlin 2001, S. 125-142
Kenntnisreiche Abhandlung über das Modell für den Neubau, das unter Bramante unvollendet blieb.

Christof Thoenes, „Neue Beobachtungen an Bramantes St.-Peter-Entwürfen“, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst, Band XLV, 1994, S. 109-132
Wichtigster Beitrag von Christof Thoenes, der durch eine neue Sicht besonders des Rötelplans UA 20 der Forschung neue Impulse gegeben hat. Hauptthese: Bramante plante von Beginn an einen Kompositbau.

Franz Graf Wolff Metternich, Bramante und St. Peter, München 1975
Sammlung von Beiträgen Wolff Metternichs zu Bramante und dessen Planungen für St. Peter.

Franz Graf Wolff Metternich/Christof Thoenes, Die frühen St.-Peter-Entwürfe 1505-1514, Tübingen 1987
Die Forschungen Wolff Metternichs publiziert und kommentiert von Christof Thoenes: die ausführlichste Auseinandersetzung mit Bramantes Planungen der letzten Jahrzehnte.

Literatur zu Alt-St. Peter

Achim Arbeiter, Alt-St. Peter in Geschichte und Wissenschaft, Berlin 1988
Ausführliche Monographie zu Geschichte, Werden und Wirken der konstantinischen Basilika.

Hannes Roser, St. Peter in Rom im 15. Jahrhundert. Studien zu Architektur und skulpturaler Ausstattung, München 2005
Ausführliche Untersuchung zu Zustand, Ausstattung und Ausbau (Nikolaus-Projekt) St. Peters im Quattrocento.